Ausstellungsreihe «Verwandte Gegensätze»:
die Brüder Franz & Max Roth

Franz Roth: Malerei
Max Roth: Kailash und Jungfrau – ein Essay zur Monolithischen Skulptur

16. August bis 13. September 2009

Vernissage: Samstag, 15. August, 16 Uhr:
Begrüssung: Steffan Biffiger, Präsident Kulturkommission Steffisburg

Einführung: Konrad Tobler, Kunstkritiker, Bern

Musikalische Umrahmung: Natascha Gertsch, Gittaristin, Bern

Ausstellung Franz und Max Roth, Steffisburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.max-roth.ch

Max Roth und Franz Roth 2009


Die Steffisburger Ausstellung, die zu Recht unter dem Titel «Verwandte Gegensätze» steht, lässt die Besucher eintauchen in die unterschiedlichen künstlerischen Welten der beiden Brüder, die in Uettligen bei Bern wohnen.

Franz Roth (Jg. 1956) malt grossformatige, farbintensive Bilder mit Strassenszenen, Zirkusdarbietungen oder symbolischen Figuren und Tieren. Er ist ein «genauer Beobachter und fulminanter Geschichtenerzähler, der die Realität stets mit einem Blick auf die äussere, wie die innere, mystische Welt betrachtet. In seinen Werken widerspiegeln sich Themen wie der Kreislauf des Lebens oder die symbolträchtigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier» (Sandra Marti). Franz Roths Malerei wirkt ursprünglich, im besten Sinn naiv; sie zeigt dekorative und farbenfrohe folkloristische Elemente. Aber vor allem gelingt es dem Maler, Themen und Motive aus mexikanischen und indischen Bilder- und Geisteswelten mit Anklängen an die europäische Malerei zu verbinden und zu einem eigenständigen Ausdruck zu verarbeiten.
Franz RothMax Roth


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Max Roth (Jg. 1954), der vor zwei Jahren im Museum Franz Gertsch in Burgdorf eine vielbeachtete Ausstellung zeigen konnte, ist ferner bekannt durch sein Engagement für Kunst am Bau und seine zahlreichen Arbeiten im öffentlichen Raum sowohl im In- wie im Ausland. In unserer Ausstellung zeigt er Fotografien, die von realen Motiven ausgehen – Gletscherformationen, Bergansichten, aus dem Fels gehauene und verwitterte Tempelanlagen –, denen er durch seine Bearbeitung und den konzeptuellen Hintergrund eine intensive imaginative und beinahe sakrale Wirkung verleiht. Seine Skulpturen, von denen eine stimmige Auswahl die Ausstellung bereichert, wecken Assoziationen zu Gefässen, sind archaische Behälter und Raumkörper zugleich. Er erarbeitet ihre Formen aus dem Innern eines Baumstamms – als Monolithische Skulptur.
«Wenn Max Roth das Holz bearbeitet, ein massives Stück Holz behaut und aushöhlt, ist doch sein eigentliches Material der Raum. Holzbildhauerei ist seine Weise, den Raum zu formen wie eine Figur» (Ulrich Loock).

Plakat Ausstellung Franz und Max Roth, Steffisburg