Johann Peter Flück
Martin Peter Flück
Christoph Flück
Die aktuelle Steffisburger Ausstellung aus der Reihe «Verwandte Gegensätze» zeigt Werke der Malerfamilie Flück aus Schwanden bei Brienz:
Grossvater, Vater und Sohn – drei Generationen im Bann der Malerei.
Johann Peter Flück
1902 am 29. Juni in Schwanden bei Brienz als Spross einer alteingesessenen Holzschnitzerfamilie geboren
1918–22 Lehrerausbildung in Bern
1922 Aufenthalt in Leipzig, zusammen mit dem Musiker Willy Burkhard
1922–24 Kunstakademie München bei Martin Feuerstein
1924 Übersiedlung nach Paris; Académie Julien, Académie de la Grande Chaumière und Académie Lothe
1924–32 wechselnder Aufenthalt in Paris, Schwanden und Bern
1929 arbeitet er im Atelier des Bildhauers Charles Despiau
1932 nach der Heirat mit Nelly Schild und Geburt des Sohnes Martin 1935 ständiger Wohnsitz in Schwanden. Freundschaft mit Cuno Amiet
1954 am 2. Februar stirbt er an den Folgen einer langen schweren Krankheit.

Johann Peter Flück: Martin mit Trompete, 1939
Öl auf Leinwand, 73 x 60 cm
«Gegen Ende seiner Schaffenszeit entstehen, teilweise mit der linken Hand, eine Reihe von Landschaften, die in reduzierter Farbigkeit die schroffe Bergwelt im Augenblick eines Wetterumschwungs oder eines Jahreszeitenwechsels wiedergibt. Das Formale, Fragen nach Farbe, Form und Technik, hat Flück nie sonderlich interessiert. In diesen späten Landschaften jedoch beginnen sich die festen Umrisse aufzulösen, und sein Pinselstrich erlangt eine Eigenständigkeit und Ausdruckskraft, die den stets dem Gegenständlichen verpflichteten Künstler zum schweizerischen Expressionismus rechnen lassen.» (Regine Fluor-Bürgi, 2007)
Werke:
Kunstmuseum Bern; Bern, Gymnasium Kirchenfeld, Aula, Wandgemälde, 1927, als Mitarbeiter von Cuno Amiet; Bern, Seminar Muristalden, Musiksaal, biblische Themen, elf Fresken, 1924–25; Bündner Kunstmuseum Chur; Kunsthaus Glarus; Kunstmuseum St. Gallen; Kunstmuseum Solothurn; Kunstmuseum Thun; Kunstmuseum Winterthur; Kunsthaus Zürich.
Seine beiden letzten Werke sind das «Selbstbildnis» im Kunstmuseum Thun und «Die Heimkehr des verlorenen Sohnes», ein Wandbild für die Kapelle der Bernischen Strafanstalt Thorberg.
Weitere Informationen im Künstlerlexikon Schweiz unter www.sikart.ch
Martin Peter Flück
1935 am 8. Februar in Brienz geboren. Ab 1954 studierte er in Paris an der Académie de la Grande Chaumière und an der Académie Julien. Nach der Heirat 1962 mit Louise und der Geburt der beiden Söhne Christoph und Jan ständiger Wohnsitz in Schwanden bei Brienz.
Die Natur mit ihren unergründlichen Geheimnissen wurde seine Lehrmeisterin. Im Frühling malt er oft im kleinen Dorf Lacoste in der Provence und viele Sommermonate in Aasgaardstrand am Oslofjord, der Heimat seiner Frau, wo die Familie ein altes Sommerhaus besitzt.

Martin Peter Flück: Frühling in der Provence, 2009
Öl auf Leinwand, 71 x 100 cm
«Martin Peter Flück ist ein Maler aus Leidenschaft. Seine Bilder, die er in der Natur malt, wirken deshalb so stark, weil sie in ihrer Unmittelbarkeit den Betrachter direkt ansprechen. Martin Peter Flück inszeniert seine Motive – seien es nun Berg, See, Blume oder Baum –, in einem Farbrausch von komplementären und unvermischt nebeneinander gesetzten Tönen und lässt uns so sinnlich teilhaben an der künstlerischen Umsetzung seiner Vision mit Pinsel, Spachtel und Farben: Nachvollziehbar wird hier mit dem Material des Malers Immaterielles dargestellt.» (Steffan Biffiger, 2005).
Ausstellungen (Auswahl):
2008 Kunsthandlung König und Wolff, Bonn
2008 Kunstverein Oberwallis, Stockalperschloss, Brig
2007 Galerie Ramseyer & Kaelin, Bern
2007 Horten und Borre Kunstforening, Norwegen
2007 Galerie Rosengarten, Thun
2005 Retrospektive Ausstellung, Kunstgesellschaft Interlaken
2003 Galerie Meier, Arth
2002 Schlösschen Vorder-Bleichenberg, Biberist/Solothurn
2002 Galerie Rosengarten, Thun
2000 Jubiläumsausstellung, Schwanden bei Brienz
Christoph Flück
1964 am 1. Oktober in Schwanden b. Brienz geboren und dort aufgewachsen.
Ausbildung zum Hochbauzeichner
Seit 1989 freischaffender Künstler
Weiterbildung an der Schule für Gestaltung Zürich und Bern, Académie de la Grande Chaumière, Paris
Studienreisen nach Frankreich, Dänemark, Norwegen
Lebt und arbeitet seit 1996 in Spiez.

Christoph Flück: Skagerrak, 2010
Öl auf Leinwand, 65 x 90 cm
Strukturen, Farbspiele, Bewegungen in der Natur sind die bevorzugten Themen, die Christoph Flück in seinen Arbeiten umsetzt. Die Veränderungen im zeitlichen Geschehen werden mit einer dynamischen Unschärfe gezeigt, die dem Betrachter eine freie Interpretation erlaubt, um sich immer wieder neue Räume zu erschliessen. Die Arbeiten zeigen die enge Symbiose der Jahreszeiten, ihre Farben und die entsprechenden Empfindungen.
Einen wichtigen Raum in seiner Arbeit nehmen die Werke aus dem Norden ein. Ansichten der Nordsee mit ihrem Zusammenspiel von Himmel und Wasser bieten seit Jahren ein Spannungsfeld, das Christoph Flück in seinen Arbeiten unermüdlich auslotet.
«Christoph Flück lebt mit den um ihn herum stattfindenden Naturprozessen und verdichtet als aufmerksamer Naturbeobachter seine Eindrücke in expressiven Bildern; er nimmt die Jahreszeiten – Wechsel und Wandel – auf und macht sie für die Betrachtenden bewusst erlebbar, indem er sie als Maler zuerst selber intensiv erlebt, eben ermalt.» (Bernhard Bischoff, 1999)
Ausstellungen (Auswahl):
2009 Galerie Regula Brun, Luzern
2008 Galerie Rosengarten, Thun
2006 Galerie Arthena, Herzogenbuchsee
2005 Galerie Kunstsammlung Unterseen, Unterseen
2005 Englische Kirche, Meiringen
2003 Atelier Worb, Worb
2002 Galerie Wengihof, Zürich
2000 Schlösschen Vorder Bleichenberg, Biberist
Webseite: www.christophflueck.ch

